Bedrohungsanalyse

Penetrationstest und Schwachstellen­analyse für Schweizer Organisationen

Die Bedrohungsanalyse von Suisse Guard erfasst Ihre gesamte aus dem Internet erreichbare Angriffsfläche, prüft sie mit den Werkzeugen heutiger Angreifer und dokumentiert jeden Befund mit Behebungsanleitung. Nach der Nachprüfung stellt die Suisse IT das Zertifikat aus.

Prüfumfang

Zwölf Prüfbereiche

Geprüft wird nicht eine Liste vereinbarter Systeme, sondern alles, was ein Angreifer über Ihre Organisation findet: vergessene Subdomains, alte Testsysteme, der Lieferantenzugang aus dem Jahr 2019.

Aussenfläche & Dienste

Jede erreichbare Adresse, jeder offene Port, jeder Dienst, inklusive vergessener Subdomains, Test- und Altsysteme, die niemand mehr auf dem Radar hat.

Firewall & Netzwerk

Regeln, die zu viel erlauben; Verwaltungsschnittstellen (RDP, SSH, Datenbank-Ports), die aus dem ganzen Internet erreichbar sind; fehlende Einschränkung auf bekannte IP-Bereiche.

Anmeldung & Fernzugänge

VPN-Portale, Webmail und Admin-Logins ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung; unbegrenzte Anmeldeversuche; Passwort-Richtlinien, die Wörterbuchangriffe zulassen.

Geleakte Zugangsdaten

Abgleich Ihrer Domänen mit bekannten Datenlecks, Darknet-Angeboten, öffentlichen Code-Repositories und Paste-Seiten, 531'724 Schweizer Konten tauchten 2025 im Darknet auf.

Datenbanken & Speicher

Direkt erreichbare Datenbanken, offene Cloud-Buckets, ungeschützte Backups, Verzeichnisse mit Konfigurationsdateien und Schlüsseln.

Webanwendung (OWASP Top 10:2025)

Zugriffskontrolle, Injection, unsichere Objektreferenzen, Fehlkonfiguration, verwundbare Komponenten, Session-Handling, geprüft wie ein Angreifer, nicht wie ein Scanner.

Schnittstellen & APIs

Undokumentierte Endpunkte, fehlende Autorisierung (BOLA/BFLA), Rate-Limits, Schlüssel in Client-Code, Mobile-App-Backends.

Software-Stände & bekannte Lücken

Versionen aller sichtbaren Komponenten gegen CVE-Datenbanken und aktiv ausgenutzte Schwachstellen (CISA KEV), mit Priorisierung nach tatsächlicher Ausnutzbarkeit.

Verschlüsselung & Zertifikate

TLS-Konfiguration, ablaufende oder falsch ausgestellte Zertifikate, unverschlüsselte Übertragungswege, fehlende Sicherheits-Header und Content-Security-Policy.

E-Mail-Sicherheit

SPF, DKIM und DMARC, ob in Ihrem Namen gefälscht werden kann; Lookalike-Domänen, die für Phishing gegen Ihre Kunden registriert wurden.

Cloud & Microsoft 365

Öffentliche Freigaben, Gastzugänge, fehlende Conditional-Access-Regeln, exponierte SharePoint- und Exchange-Server, der Einstieg beim BIT im Juli 2026.

Erkennung & Wiederanlauf

Würden Sie einen Einbruch bemerken? Gespräch und Belegprüfung zu Logging, Alarmierung, Backup-Tests und Notfallplan, denn 14 Tage mittlere Verweildauer sind 14 Tage zu viel.

Methodik

KI-gestützt, von Fachpersonen verantwortet

Angreifer arbeiten heute mit KI-Agenten, die Aufklärung, Korrelation und Exploit-Entwicklung in Minuten erledigen. Wir setzen dieselben Werkzeugklassen ein, im Auftrag des Kunden und mit schriftlicher Autorisierung. Ein Penetrationstest zeigt, ob ein Einstieg gelingt; die Schwachstellenanalyse zeigt, wo er gelingen könnte. Die Bedrohungsanalyse verbindet beides.

  • Aufklärung in der Breite: Domänen, Zertifikatslogs, Suchmaschinen für vernetzte Geräte, Code-Repositories, Datenlecks, Cloud-Speicher.
  • Analyse in der Tiefe: KI-Agenten bilden Hypothesen, wie ein Angreifer von einem Befund zu den Daten gelangt, und prüfen sie ohne destruktive Tests.
  • Verifikation durch Fachpersonen: Jeder Befund im Dossier wurde von einer Person reproduziert, eingestuft und mit einer Behebungsanleitung versehen.
  • Referenzrahmen: OWASP Top 10:2025, CISA-Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen, CIS-Benchmarks, BACS-Empfehlungen, ISO 27001, soweit für Sie relevant.

In unseren bisherigen Erstanalysen fanden wir in 88 Prozent der Fälle mindestens einen kritischen Befund, also einen, über den ein Angreifer ohne besondere Vorkenntnisse in Systeme oder Daten gelangt. Die Zahl wird laufend nachgeführt.

Was wir nicht tun

  • Keine Denial-of-Service-Tests, keine Lastspitzen
  • Keine Änderungen an Ihren Systemen, keine Hintertüren
  • Kein Zugriff auf Daten über den Nachweis hinaus
  • Keine Prüfung ohne schriftliche Autorisierung
  • Kein Weiterverkauf von Befunden, keine Provisionen von Herstellern

Prüfungen ohne Auftrag sind strafbar (Art. 143bis StGB). Wir beginnen erst, wenn Umfang, Ansprechpersonen und Zeitfenster schriftlich vereinbart sind.

Für wen

Organisationen, bei denen ein Vorfall mehr als Geld kostet

Spitäler und Gesundheitswesen

Klinikinformationssysteme, Patientenportale und vernetzte Medizingeräte. Das Nationale Testinstitut für Cybersicherheit fand 2025 in drei weit verbreiteten KIS über 40 Schwachstellen. Wir prüfen die Angriffsfläche von aussen und auf Wunsch die internen Systeme.

Bund, Kantone und Gemeinden

Seit dem 1. April 2025 gilt die Meldepflicht innert 24 Stunden für kritische Infrastrukturen, seit Oktober 2025 mit Bussen bis CHF 100'000. Verwaltungen stellen einen Viertel aller Pflichtmeldungen. Die Bedrohungsanalyse liefert den Nachweis der getroffenen Vorkehrungen.

Anwaltskanzleien und Treuhand

Mandats- und Steuerdaten sind ein bevorzugtes Erpressungsgut. Im Juli 2026 gelangten 222 Gigabyte aus einer Waadtländer Treuhandfirma ins Darknet. Das Datenschutzgesetz sieht Bussen bis CHF 250'000 gegen die verantwortlichen Personen vor.

Industrie, KMU und Dienstleister

Rund 200 Schweizer Firmen wurden allein von der Gruppe Akira getroffen, in der Regel über Fernzugänge ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung und ungepatchte Systeme. Beides gehört zum Kern der Bedrohungsanalyse.

Software- und IT-Anbieter

Xplain, Concevis, Cistec, Soreco: Der Weg zu den Daten führt zunehmend über den Lieferanten. Wir prüfen Ihre Plattform, bevor Ihre Kunden es verlangen, und stellen das Zertifikat aus, das Sie in Ausschreibungen vorlegen können.

Ablauf

Sechs Schritte bis zum Zertifikat

  1. 01

    Auftrag & Freigabe

    1–2 Tage

    Schriftliche Beauftragung mit Prüfumfang (Domänen, IP-Bereiche, Anwendungen), Ansprechpersonen und Zeitfenster. Ohne Ihre ausdrückliche Autorisierung prüfen wir nichts.

  2. 02

    Bedrohungsanalyse

    5–10 Arbeitstage

    KI-gestützte Aufklärung und Analyse, jeder relevante Befund von einem Menschen verifiziert. Keine destruktiven Tests, keine Lastspitzen, kein Risiko für den Betrieb.

  3. 03

    Dossier

    am Ende der Prüfung

    Management-Zusammenfassung, jeder Befund mit Nachweis, Schweregrad, konkreter Behebungsanleitung und Aufwandsschätzung, als PDF, besprochen in einem Termin mit Ihnen und Ihrer IT.

  4. 04

    Behebung

    30 Tage · kritisch: sofort

    Sie oder Ihr IT-Partner beheben die Befunde nach der Anleitung im Dossier. Bei Rückfragen sind wir erreichbar; auf Wunsch unterstützen wir bei der Umsetzung.

  5. 05

    Nachprüfung

    2–3 Arbeitstage

    Wir prüfen jeden Befund erneut und suchen nach Nebenwirkungen der Änderungen. Bleibt etwas offen, iterieren wir, bis kein kritischer oder hoher Befund mehr besteht.

  6. 06

    Zertifikat

    12 Monate gültig

    Das Suisse-Guard-Zertifikat bescheinigt Prüfumfang, Prüfdatum und das Ergebnis der Nachprüfung, ausgestellt von der Suisse IT, überprüfbar über die Zertifikatsnummer.

Das Dossier

Eine Arbeitsanleitung, kein Scan-Bericht

Das Dossier richtet sich an zwei Leserkreise: an die Geschäftsleitung, die auf zwei Seiten wissen will, wo die Organisation steht, und an die IT, die am nächsten Tag mit der Behebung beginnt.

Bedrohungsanalyse anfragen

Inhalt des Dossiers

  1. Management-Zusammenfassung auf zwei Seiten: Risikolage, die drei dringendsten Massnahmen, Gesamtbewertung
  2. Vollständiges Inventar Ihrer Aussenfläche: Domänen, Adressen, Dienste, Technologien, Versionen
  3. Jeder Befund mit Schweregrad (kritisch / hoch / mittel / niedrig), Nachweis (Screenshot, Request, Fundstelle) und Einordnung, wie ein Angreifer ihn ausnutzen würde
  4. Konkrete Behebungsanleitung pro Befund: welche Einstellung, welcher Befehl, welche Konfiguration, so, dass Ihre IT oder Ihr Dienstleister direkt umsetzen kann
  5. Priorisierung nach Ausnutzbarkeit und Auswirkung, Aufwandsschätzung in Stunden, empfohlene Reihenfolge
  6. Abgleich mit Ihren Pflichten: Meldepflicht KRITIS, Datenschutzgesetz, ISO 27001 / NIST-Kontrollen, wo relevant
  7. Übersicht der geleakten Zugangsdaten mit Empfehlung zum Rücksetzen (ohne die Passwörter selbst)
  8. Nachprüfungsprotokoll nach Behebung, als Beilage zum Zertifikat

Konditionen

Pauschal offeriert

Die Bedrohungsanalyse wird als Pauschale offeriert: CHF 2'800 exkl. MwSt. je Organisation beziehungsweise Anwendung mit zusammenhängender Angriffsfläche, inklusive Dossier, Nachprüfung und Zertifikat. Für den ersten Überblick gibt es den Angriffsflächen-Check, für Fachanwendungen und eigene Netze die interne Erweiterung.

Alle Pakete und Preise

Ergänzungen

  • Laufende Überwachung: monatliche Neuaufnahme der Angriffsfläche, Meldung neuer Befunde, Zertifikat bleibt aktiv.
  • Lieferantenprüfung: dieselbe Analyse für Ihre Software- und IT-Dienstleister, mit Bericht an Sie.
  • Zweitmeinung: Durchsicht eines bestehenden Pentest- oder Audit-Berichts.
  • Soforthilfe: Ersteinschätzung und Eindämmung bei einem laufenden Angriff.

Fragen

Häufige Fragen zu Penetrationstest und Bedrohungsanalyse

Was kostet ein Penetrationstest in der Schweiz, und was ist bei Suisse Guard enthalten?

Marktüblich kosten Penetrationstests in der Schweiz je nach Umfang zwischen einigen Tausend und mehreren Zehntausend Franken. Die Bedrohungsanalyse von Suisse Guard wird pauschal offeriert: CHF 2'800 exkl. MwSt. je Organisation oder Anwendung mit zusammenhängender Angriffsfläche. Enthalten sind die Prüfung aller zwölf Bereiche, das Dossier mit Besprechung, die Nachprüfung nach der Behebung und das Zertifikat. Grössere Umgebungen und interne Prüfungen offerieren wir nach einem kurzen Gespräch.

Was ist der Unterschied zwischen Schwachstellenscan, Penetrationstest und Bedrohungsanalyse?

Ein Schwachstellenscan (Vulnerability Scan) gleicht Versionsstände automatisiert mit bekannten Lücken ab und liefert eine lange, ungewichtete Liste. Ein Penetrationstest (Pentest) versucht in einem vereinbarten Ausschnitt tatsächlich einzudringen und zeigt, was ein Angreifer erreicht. Die Bedrohungsanalyse verbindet beides über die gesamte Angriffsfläche: automatisierte, KI-gestützte Aufnahme und Analyse, Verifikation jedes relevanten Befunds durch eine Fachperson, ein Dossier mit Behebungsanleitung, Nachprüfung und Zertifikat.

Woher kommt die Zahl von 88 Prozent?

Aus unseren bisherigen Erstanalysen: In 88 Prozent der Fälle fanden wir mindestens einen Befund, den wir als kritisch einstuften, also einen, über den ein Angreifer ohne besondere Vorkenntnisse in Systeme oder Daten gelangt. Die Zahl wird laufend nachgeführt und auch dann ausgewiesen, wenn sie sinkt. Sie deckt sich mit den Befunden von Mandiant, Verizon und BACS: Der häufigste Einstieg ist eine bekannte, offene Lücke.

Was bedeutet «KI-gestützt» konkret?

Wir setzen dieselben Werkzeugklassen ein, mit denen Angreifer heute arbeiten: KI-Agenten, die Aufklärung, Korrelation und Hypothesenbildung in einem Umfang leisten, den ein Mensch in einer Woche nicht schafft. Jeder relevante Befund wird von einem Menschen verifiziert und eingeordnet; die KI schreibt keine Berichte, die wir nicht gelesen haben.

Ist die Prüfung gefährlich für unseren Betrieb?

Nein. Wir führen keine destruktiven Tests, keine Denial-of-Service-Versuche und keine Änderungen an Ihren Systemen durch. Wo ein Nachweis Risiken bergen könnte (etwa bei Medizingeräten), stimmen wir Zeitfenster und Vorgehen vorher mit Ihnen ab.

Ersetzt die Bedrohungsanalyse einen klassischen Penetrationstest?

Für die Aussensicht ja: Klassische Tests prüfen einen vereinbarten Ausschnitt in einem vereinbarten Zeitfenster. Die Bedrohungsanalyse erfasst die gesamte aus dem Internet erreichbare Angriffsfläche, auch was nicht auf Ihrer Liste stand, und liefert statt einer Befundliste ein Dossier mit Behebungsanleitung, Nachprüfung und Zertifikat. Vertiefte Tests einzelner Anwendungen, interner Netze, Quellcode oder Red-Teaming-Übungen bieten wir als Erweiterung an.

Wie gehen Sie mit unseren Daten um?

Alle Prüfdaten, Befunde und Dossiers werden ausschliesslich auf Systemen in der Schweiz verarbeitet und gespeichert, verschlüsselt übertragen und 90 Tage nach Abschluss der Nachprüfung gelöscht, ausser Sie wünschen eine längere Aufbewahrung. Wir unterzeichnen auf Wunsch eine Geheimhaltungsvereinbarung, bevor Sie uns den Prüfumfang nennen.

Brauchen wir das, wenn wir bereits eine Firewall und Antivirus haben?

Genau dann. Firewall und Endpunktschutz verhindern nicht, dass ein VPN-Portal ohne MFA aus dem Internet erreichbar ist, dass ein SharePoint drei Wochen ungepatcht bleibt oder dass Zugangsdaten Ihrer Mitarbeitenden im Darknet gehandelt werden. Die Prüfung zeigt, was Ihre Schutzmassnahmen nicht abdecken.

Was, wenn Sie nichts finden?

Dann erhalten Sie das Dossier mit dem Inventar Ihrer Aussenfläche, den geprüften Punkten und dem Zertifikat, ohne Nachprüfung, zum selben Preis. Das kommt vor, ist aber selten: in 12 Prozent unserer Erstprüfungen.

Wie lange ist das Zertifikat gültig, und was sagt es aus?

Zwölf Monate ab Nachprüfung. Es bescheinigt, dass zum Prüfdatum im vereinbarten Umfang keine kritischen oder hohen Befunde offen waren, nicht, dass Ihre Systeme «unangreifbar» sind. Diese Ehrlichkeit ist der Grund, weshalb das Zertifikat etwas wert ist.

Wir wurden bereits angegriffen. Was jetzt?

Melden Sie sich sofort telefonisch oder über das Kontaktformular mit der Option «Ich wurde angegriffen». Trennen Sie betroffene Systeme vom Netz, schalten Sie sie nicht aus (Spuren!), sichern Sie Backups und zahlen Sie kein Lösegeld, bevor Sie mit Behörden gesprochen haben. Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen den Vorfall innert 24 Stunden dem BACS melden, wir helfen bei der Meldung.

Unverbindliche Bedrohungsanalyse anfragen

Nennen Sie uns die Domäne oder Anwendung Ihrer Organisation. Sie erhalten innert eines Arbeitstags eine fundierte Einschätzung zu Prüfumfang, Dauer und Festpreis (CHF 2'800.– exkl. MwSt.).

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