Was kostet ein Penetrationstest in der Schweiz, und was ist bei Suisse Guard enthalten?
Marktüblich kosten Penetrationstests in der Schweiz je nach Umfang zwischen einigen Tausend und mehreren Zehntausend Franken. Die Bedrohungsanalyse von Suisse Guard wird pauschal offeriert: CHF 2'800 exkl. MwSt. je Organisation oder Anwendung mit zusammenhängender Angriffsfläche. Enthalten sind die Prüfung aller zwölf Bereiche, das Dossier mit Besprechung, die Nachprüfung nach der Behebung und das Zertifikat. Grössere Umgebungen und interne Prüfungen offerieren wir nach einem kurzen Gespräch.
Was ist der Unterschied zwischen Schwachstellenscan, Penetrationstest und Bedrohungsanalyse?
Ein Schwachstellenscan (Vulnerability Scan) gleicht Versionsstände automatisiert mit bekannten Lücken ab und liefert eine lange, ungewichtete Liste. Ein Penetrationstest (Pentest) versucht in einem vereinbarten Ausschnitt tatsächlich einzudringen und zeigt, was ein Angreifer erreicht. Die Bedrohungsanalyse verbindet beides über die gesamte Angriffsfläche: automatisierte, KI-gestützte Aufnahme und Analyse, Verifikation jedes relevanten Befunds durch eine Fachperson, ein Dossier mit Behebungsanleitung, Nachprüfung und Zertifikat.
Woher kommt die Zahl von 88 Prozent?
Aus unseren bisherigen Erstanalysen: In 88 Prozent der Fälle fanden wir mindestens einen Befund, den wir als kritisch einstuften, also einen, über den ein Angreifer ohne besondere Vorkenntnisse in Systeme oder Daten gelangt. Die Zahl wird laufend nachgeführt und auch dann ausgewiesen, wenn sie sinkt. Sie deckt sich mit den Befunden von Mandiant, Verizon und BACS: Der häufigste Einstieg ist eine bekannte, offene Lücke.
Was bedeutet «KI-gestützt» konkret?
Wir setzen dieselben Werkzeugklassen ein, mit denen Angreifer heute arbeiten: KI-Agenten, die Aufklärung, Korrelation und Hypothesenbildung in einem Umfang leisten, den ein Mensch in einer Woche nicht schafft. Jeder relevante Befund wird von einem Menschen verifiziert und eingeordnet; die KI schreibt keine Berichte, die wir nicht gelesen haben.
Ist die Prüfung gefährlich für unseren Betrieb?
Nein. Wir führen keine destruktiven Tests, keine Denial-of-Service-Versuche und keine Änderungen an Ihren Systemen durch. Wo ein Nachweis Risiken bergen könnte (etwa bei Medizingeräten), stimmen wir Zeitfenster und Vorgehen vorher mit Ihnen ab.
Ersetzt die Bedrohungsanalyse einen klassischen Penetrationstest?
Für die Aussensicht ja: Klassische Tests prüfen einen vereinbarten Ausschnitt in einem vereinbarten Zeitfenster. Die Bedrohungsanalyse erfasst die gesamte aus dem Internet erreichbare Angriffsfläche, auch was nicht auf Ihrer Liste stand, und liefert statt einer Befundliste ein Dossier mit Behebungsanleitung, Nachprüfung und Zertifikat. Vertiefte Tests einzelner Anwendungen, interner Netze, Quellcode oder Red-Teaming-Übungen bieten wir als Erweiterung an.
Wie gehen Sie mit unseren Daten um?
Alle Prüfdaten, Befunde und Dossiers werden ausschliesslich auf Systemen in der Schweiz verarbeitet und gespeichert, verschlüsselt übertragen und 90 Tage nach Abschluss der Nachprüfung gelöscht, ausser Sie wünschen eine längere Aufbewahrung. Wir unterzeichnen auf Wunsch eine Geheimhaltungsvereinbarung, bevor Sie uns den Prüfumfang nennen.
Brauchen wir das, wenn wir bereits eine Firewall und Antivirus haben?
Genau dann. Firewall und Endpunktschutz verhindern nicht, dass ein VPN-Portal ohne MFA aus dem Internet erreichbar ist, dass ein SharePoint drei Wochen ungepatcht bleibt oder dass Zugangsdaten Ihrer Mitarbeitenden im Darknet gehandelt werden. Die Prüfung zeigt, was Ihre Schutzmassnahmen nicht abdecken.
Was, wenn Sie nichts finden?
Dann erhalten Sie das Dossier mit dem Inventar Ihrer Aussenfläche, den geprüften Punkten und dem Zertifikat, ohne Nachprüfung, zum selben Preis. Das kommt vor, ist aber selten: in 12 Prozent unserer Erstprüfungen.
Wie lange ist das Zertifikat gültig, und was sagt es aus?
Zwölf Monate ab Nachprüfung. Es bescheinigt, dass zum Prüfdatum im vereinbarten Umfang keine kritischen oder hohen Befunde offen waren, nicht, dass Ihre Systeme «unangreifbar» sind. Diese Ehrlichkeit ist der Grund, weshalb das Zertifikat etwas wert ist.
Wir wurden bereits angegriffen. Was jetzt?
Melden Sie sich sofort telefonisch oder über das Kontaktformular mit der Option «Ich wurde angegriffen». Trennen Sie betroffene Systeme vom Netz, schalten Sie sie nicht aus (Spuren!), sichern Sie Backups und zahlen Sie kein Lösegeld, bevor Sie mit Behörden gesprochen haben. Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen den Vorfall innert 24 Stunden dem BACS melden, wir helfen bei der Meldung.